Short Story: Kinky Kerker – Kapitel 7

„Ich habe euch schon die Badewanne vorbereitet“, höre ich Majas Stimme, als ich wieder zu mir komme. Das Wasser rauscht noch im Hintergrund, als Fabian mich langsam nach unten absetzt. Brennender Schmerz durchfährt mich, als mein Po die Wasserdecke berührt. Ich klammere mich an seinem Nacken fest und ziehe mich an ihm hoch.

„Es wird dir helfen zu entspannen“, sagt Maja und löst meine verkrampften Hände von Fabians Nacken. Langsam rutschte ich in die Badewanne und beiße die Zähne zusammen, als ich in das warme Wasser eintauche. Es brennt unglaublich und dauert einige Minuten, bis der Schmerz nachlässt. Ich spüre Fabian neben mir in die Wanne rutschen und kuschele mich an seine Schulter. Er zieht das weiße Kleid über meinen Kopf und spricht die ganze Zeit mit mir. Ich nehme allerdings nur die Hälfte davon wahr. Ich bin so müde und das warme Wasser tut sein übriges. Die zwei lassen mich allerdings nicht einschlafen und ich werde ziemlich unleidlich.

Maja beginnt mir vorsichtig die Haare zu waschen, während Fabian meinen Körper einseift und von den Spuren des Abends befreit. Bevor er mich aus der Wanne hebt, drückt er mir noch zwei runde Pillen in die Hand und befiehlt mir, sie zu schlucken. Weit entfernt davon irgendwas zu hinterfragen, befolge ich seine Anweisung und würge die Tabletten herunter.

Er hilft mir beim Aufstehen und hält meine Hand, als ich aus der Badewanne steige. Ich bin etwas wackelig auf den Beinen, so dass er mich kurzerhand wieder hochhebt und bäuchlings auf das Bett im Schlafzimmer legt.

„Das könnte jetzt nochmal etwas weh tun“, warnt er mich und beginnt vorsichtig am Plug zu ziehen. Gott sei Dank lässt der sich leichter entfernen als einführen.

Danach träg er eine kühlende Salbe auf meine Rückseite auf. Die Salbe an sich ist sehr angenehm, seine Berührungen kann ich allerdings kaum ertragen. Mehrmals trete ich nach hinten aus und probiere ihn davon abzubringen.

„Nun hör auf“, sagt er und setzt sich kurzerhand auf meine Beine. Maja hält meine Arme fest. Mir fehlt die Kraft, um mich zu wehren, und ich lasse die Prozedur über mich ergehen.

Obwohl das viel weniger weh tut als das Spanking an sich, ist meine Schwelle nun erreicht. Ich will keinen Schmerz mehr. Ich will schlafen und vor allem will ich nicht mehr angefasst werden. Meine Unfähigkeit, mich zu wehren, beschleunigt die Prozedur allerdings erheblich und nach nur wenigen Minuten lassen die zwei mich los.

Maja verabschiedet sich und wünscht uns eine gute Nacht. Fabian bedeckt mich mit der Bettdecke und rutscht neben mir ins Bett. Er kuschelt sich an mich und drückt mir einen Kuss auf die Stirn.
„Meine kleine Katze“, murmelt er zufrieden.

Als ich am nächsten Morgen aufwache, bin ich desorientiert. Die Sonne scheint durch einen kleinen Spalt zwischen den Vorhängen, die das große bodentiefe Fenster bedecken und es dauert etwas, bis ich erkenne, dass ich in einer der Suites des Kinky Kerkers bin. Es gibt drei dieser kleinen Apartments, die weit angereiste Gäste nutzen, um nach einer ausschweifenden Party hier zu übernachten. Fabian liegt neben mir und schläft noch.

Ich setze mich auf, um die Vorhänge vollständig aufzuziehen, und der Schmerz erinnert mich schlagartig an den gestrigen Abend. Ich fühle mich, als hätte mich ein Truck überfahren. Er hat es wirklich getan. Hat mich vor all diesen Gästen bis an meine Grenzen gebracht. Ängstlich stehe ich auf, um mir meine Rückseite im großen Badezimmerspiegel anzusehen.

„Wow“, murmele ich, als ich das Ausmaß der gestrigen Session sehe.
Meine gesamte Körperrückseite strahlt mir farbenfroh in Mischtönen aus lila und blau entgegen. Ich erkenne unzählige Abdrücke der Single Tail, die Fabian für den Großteil des Abends verwendet hat. Außerdem hat mein Po fast ein gestreiftes Aussehen aufgrund des Rohrstockes. Über 20 Linien kann ich erkennen. Fasziniert berühre ich die Schwellungen mit meinen Fingern und kann gar nicht fassen, dass wir so weit gegangen sind.

Ein Klopfen reißt mich aus meinen Gedanken und ich gehe leise zur Tür, um Fabian nicht zu wecken. Ich öffne die Tür und entdecke Maja, die einen abgedeckten Servierwagen vor sich stehen hat.

„Guten Morgen. Wie geht’s dir? Hast du gut geschlafen?“, fragt sie besorgt.

Ich nicke und deute mit einem Finger auf den Lippen in Richtung des Bettes, wo Fabians Haarschopf unter der Decke hervorschaut.

Maja schiebt den Servierwagen ins Zimmer und zieht mich ins Bad, wo sie kurzerhand die Tür schließt und sich wieder zu mir umdreht.
„Ich dachte, ich bring euch ein kleines Frühstück hoch. Hast du schon Schmerzmittel genommen?“, fragt sie mich.

Ich schüttele den Kopf. So richtig wollte noch kein Ton von meinen Lippen kommen. Maja hatte mich gestern in einer körperlichen Verfassung gesehen, die ich nie hatte mit jemandem teilen wollen.

Alle hatten mich so gesehen.

Sie öffnet die oberste Schublade einer kleinen Kommode im Badezimmer, nimmt eine Packung Ibuprofen und drückt zwei Tabletten heraus. Dann befüllt sie einen Zahnputzbecher mit Wasser und gibt mir beides in die Hand.

„Nimm!“, fordert sie mich auf und ist erst zufrieden, als ich beide Pillen heruntergeschluckt habe.

„Ich fürchte die nächsten Tage könnten etwas ungemütlich für dich werden. Fabian hat euch hier für 3 Tage eingemietet. Nimm viele Bäder, genieß das Essen und wenn du magst, können wir dir auch einen Masseur kommen lassen.“

„Ich weiß nicht“, sage ich verwirrt. Bis eben dachte ich noch, dass er ein kinky Apartment für uns gebucht hatte, aber das war wohl alles nur eine Notlüge.

„Wie geht’s dir? Sprich mit mir!“, bittet mich Maja.

„Ich bin verwirrt“, bringe ich hervor. „Wieso hat er das getan?“

Maja nimmt mich an die Hand, führt mich zur geschlossenen Toilette und bedeutet mir, mich hinzusetzen.
Ohne nachzudenken, folge ich ihrer Anweisung und springe direkt wieder auf.

„Ich glaube, ich bleib lieber stehen.“

Maja lächelt verständnisvoll und beginnt zu erzählen.
„Fabian wollte eure Beziehung schon länger auf ein anderes Niveau heben. Er hat gesehen, was es mit dir gemacht hat, als ich in den Genuss dieser Behandlung kam und wusste, dass es langsam Zeit für dich wird. Er hatte schon alles geplant und war ziemlich traurig, als du lieber Meike, Tina und Dani treffen wolltest. Er wollte schon alles abblasen, doch Ole kam auf die Idee, die drei einfach zu fragen und mit einzuweihen.“

„Die drei wussten davon?“, frage ich überrascht. „Na ja, das erklärt den geringen Widerstand“, füge ich hinzu.

„Ja, sie waren eingeweiht und wussten auch, was auf sie und dich zukommt.“

Ich nicke nur schweigend, um anzudeuten, dass ich ihre Worte verstanden habe.
„Fabian wollte dich damit nicht bestrafen. Er wollte dir zeigen, wozu du in der Lage bist, und er wollte das Vertrauen zwischen euch festigen. Damit hatte er offensichtlich vollen Erfolg. Selbst ich bin nicht so bereitwillig wie du auf diese Bühne gegangen.“

„Ich weiß ja, dass er mir nie wehtun würde“, sage ich leise.
Maja schiebt mich wieder vor den Spiegel und dreht mich um.
„Sieh dich an! Schau genau hin! Er hat dir wehgetan. Er ist dafür verantwortlich. Du hast es ihm allerdings erlaubt, Kim. Das ist die tiefste Form des Vertrauens, die zwischen zwei Menschen existiert. Er wird nie etwas tun, was dir wirklich schadet. Er möchte das Beste für dich, selbst wenn das manchmal ein extremes Spanking ist.“

Ich nicke, um anzudeuten, dass ich sie verstanden habe.

„Ich lass euch wieder allein. Ihr braucht nur anzurufen, wenn euch etwas fehlt“, sagt Maja und verlässt das Zimmer.

Wieder fällt mein Blick auf meine Reflexion im Spiegel. Ich starre auf die Spuren des gestrigen Abends.

Es war eine lange Reise bis hier hin. Beginnend mit dem Eingeständnis, dass ich devot bin und es genieße, wenn mich jemand schlägt. Gefolgt von dem glücklichen Zufall, der mich mit Fabian zusammengebracht hat.
Gestern hätte unsere gemeinsame Geschichte enden können, wenn er etwas falsch eingeschätzt hätte, aber das hat er nicht. Wie immer hat er den richtigen Riecher gehabt, wollte mich vor neue Herausforderungen stellen, aus denen ich siegreich hervorgehe.
Nur mit seiner Hilfe lerne ich immer mehr über mich, lerne, was ich in der Lage bin, zu leisten. Alles durch ihn.

Ich atme einmal tief durch und schaue zu Fabian hinüber. Er ist aufgewacht und sieht mich an, beobachtet mich, wie ich probiere, Sinn in meine Gedanken zu bringen. Ein kleines Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus, als ich sehe, dass er mich anschaut. Er grinst zurück und klopft auf das leere Bett neben sich.

„Komm her, meine Kleine. Lass uns reden.“

 

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