Black Jail in München – Die erste kinky Party

„Ich fass es nicht!“

„Was denn, meine Kleine?“ fragt mein Herr mich.

„Ich habe meinen Slip vergessen“ murmele ich vor mich hin. „Das kann doch wohl nicht sein.“

„Ist das dein Ernst?“ fragt mein Herr mich grinsend.

„Ja! Das ist verdammt nochmal nicht lustig!“ bringe ich aufgebracht hervor.

„Ach komm schon. Den Slip brauchst du gar nicht. Du wirst am Ende des Abends sowieso nackt sein!“ sagt er, während er mir sanft die Schulter drückt.

Ich schließe meine Augen und atme tief durch. So habe ich mir meine erste kinky Party nicht vorgestellt. Ich wollte zumindest meinen Schambereich bedecken. Aber offenbar wird es nun anders kommen.

Grummelig pack ich den Rest meines Outfits, meine Schuhe und unser Spielzeug zusammen. Ich betrachte alles und frage mich, wie ich hier landen konnte. Vor zwei Jahren war ich noch eine anständige Frau und nun werde ich ohne Slip auf eine Party gehen, bei der sich Leute verhauen und noch krasser, ich verhauen werde.

Ein paar Momente später hält mir mein Herr die Tür unseres Ubers auf. Das ist wohl die letzte dienende Geste seinerseits heute. Ich schlüpfe in das Auto und lasse mich zu unser Partylocation kutschieren. Als wir ankommen verspüre ich leichte Übelkeit. Die Aufregung und das Autofahren zusammen haben mein Gleichgewichtsgefühl ziemlich überfordert.

Mein Herr ist davon gänzlich unbeeindruckt und schiebt mich zur Location. Uns eröffnet sich die dunkle Welt des BDSM.

„Umziehen, meine Kleine!“ flüstert er mir ins Ohr, als er mich in eine Umkleide schiebt. Er nimmt auf dem Sofa Platz und schaut mir zu, wie ich die verbleibenden Teile meines Outfits anziehe. Ein BH, ein durchsichtiges Kleid und eine metallene Kette auf meiner Mitte zieren mich heute. Dazu trage ich schwarze Stiefel und mein schwarzes breites Lederhalsband. Mit einem Klick verschließt mein Herr es in meinem Nacken. Abnehmen kann es jetzt nur noch er. Ich beobachte, wie er den Schlüssel in seiner Hosentasche verschwinden lässt. Er rückt das Halsband nochmal zurecht und drückt mir einen Kuss auf die Stirn.

„Los geht’s mein Drecksstück!“ sagt er und klinkt eine schwere Metallleine in den D-Ring meines Halsbands ein.

Er zieht mich hinter sich her und ich probiere mit ihm Schritt zu halten. Ich kann nicht gut auf hohen Schuhen laufen und habe sowieso Angst etwas falsch zu machen, daher bin ich noch etwas vorsichtiger. Zu zweit erkunden wir das Black Jail. Es sind noch nicht viele Gäste da und so nutzt mein Herr die Gunst der Stunde, um mir das gesamte Areal zu zeigen.

Es gibt hier die unterschiedlichsten Themenräume. Alles von Kerker, Behandlungszimmer, Puff über Mittelalterraum bis hin zum Klassenzimmer. Nachdem wir uns alles angeschaut haben, zieht mein Herr mich in das Barzimmer. Zufrieden nimmt er auf einer Couch Platz. Ich möchte mich neben ihn setzen, doch er hält mich davon ab.

„Dort unten ist dein Platz, meine Sklavin!“ sagt er und deutet auf den Boden. Pikiert schaue ich ihn an. Ist das sein Ernst? Was sollen die Leute von mir denken, wenn ich auf dem Boden hocke. Ich schaue mich um, halte nach Leuten Ausschau, die uns beobachten. Doch natürlich sieht niemand in unsere Richtung. Alle sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Letztendlich lass ich mich auf den Boden fallen, immer darauf achtend, dass meine ungeschützte Mitte nicht mit dem Teppich in Kontakt kommt.

„So gefällst du mir!“ sagt mein Herr und streichelt mit beruhigend über den Kopf. „Ich möchte, dass du was für mich tust! Ich möchte, dass du zur Bar gehst und uns etwas zu trinken holst.“

Kurz möchte sich meine innere Brat erheben, doch ich unterdrücke sie und kämpfe mich stattdessen wieder auf die Füße. Ich stolziere zur Bar und probiere dabei möglichst sexy auszusehen, doch bin ich mir sicher, dass mich jeder durchschaut. Man sieht genau wer sicher auf Heels laufen kann und wer nicht. An der Bar ist etwas Gedränge und ich spreche eine Frau an, ob sie auch wartet. Sie mustert mich von oben bis unten und raunzt mir dann ein hochnäsiges: „Ja, natürlich“ entgegen.

Ich schlucke meinen Stolz herunter und stelle mich hinter sie und ihren Partner. Erst jetzt erkenne ich, dass sie dominant und er devot ist. Ob hier eine gewisse Etikette gilt? Ich bin unsicher, wie ich mich verhalten soll und schaue immer wieder zu meinem Herren. Er lächelt mir beruhigend zu und so dreh ich mich wieder um und bin nun auch endlich an der Reihe.

Mit beiden Drinks stolziere ich langsam zurück und reiche meinem Herren den gewünschten Wein. Ich lasse mich auf die Knie fallen und habe nun auch Zeit unsere Umgebung zu beobachten. Es sind viele Paare hier. Interessanterweise gibt es sehr viele männliche Subs und die dazu passenden Herrinnen, aber es sind auch einige weibliche Subs hier und Dreierkonstellationen, die immer aus zwei Frauen und einem Mann bestehen. Besonders fällt mir eine schwangere Frau auf. Zuerst fühl ich mich davon abgestoßen und muss mich immer wieder dran erinnern, dass alles okay ist, wenn sie sich so ausleben möchte. Es sind viele Latex und/oder Gummifans hier. Ich kann beides nicht mal unterscheiden. Die Menschen sehen aus wie aus einer anderen Welt, voll bekleidet in schwarzem glänzenden Stoff.

„Ich habe Lust mit dir zu spielen, meine Kleine!“ sagt mein Herr schließlich und zieht mich an der schweren Leine nach oben. Er führt mich in das Zimmer im Mittelalterstil. Hier sind viele Spielzeuge aus Holz aufgebaut.

„Leg dich auf den Bock!“

Ich runzle die Stirn, habe keine Ahnung, wie genau er mich auf dem Bock haben will. Plump probiere ich mich hinzulegen, bis ich meinen Herren lachen höre und er mich wieder hochzieht.

„Nicht so, Dreckstück. Einfach vorne anlehnen und darüberlegen!“ erklärt er mir. Ich fühle mich dumm, weil ich nicht selbst darauf gekommen bin, lege mich dann aber über den Bock. Mein Hintern zeigt zur Raummitte. Jeder Gast wird diesen Raum durchqueren, weil direkt dahinter die Bar ist. Jeder Gast wird meinen nackten Po und mein Intimstes sehen. Ich habe kaum Zeit mir Gedanken darüber zu machen, da mein Herr sofort mit dem Spanking beginnt. Immer wieder landet seine große schwielige Hand auf meiner zarten Haut. Ich merke, wie mein Po warm wird. Das Blut fließt hinein und lässt ihn nach außen rosarot erstrahlen.

Mein Herr greift nun zu einem Flogger. Immer wieder schlägt er mich. Ich kann mich fallen lassen. Genieße den leichten, schönen Schmerz, welcher mich die unbequeme Haltung tolerieren lässt. Immer wieder kann ich Leute hören, die an uns vorbeigehen. Manche bleiben kurz stehen, andere sind gänzlich unbeeindruckt. Ich spiele schon immer leise, mache mir aber nun doch Gedanken, ob ich meine Gefühle irgendwie verbalisieren sollte. Es will mir aber nicht so recht gelingen. Ich lasse mich von den Menschen ablenken, bin nicht mehr im Hier und Jetzt. Das rächt sich als auf einmal die Whip meines Herren auf mir landet. Sie tut weh. Ich war mental nicht vorbereitet. Mit einem Ruck erhebe ich mich, möchte aufstehen, doch meine Leine hat sich im Bock verhangen. Ich komme nicht nach oben und mein Herr ist schnell zur Stelle, um mich wieder nach unten zu drücken. Vorsichtig streichelt er über meine Rückseite. Besänftigt den Schmerz genau dort, wo er ihn Sekunden vorher hervorgerufen hat.

Erst als ich wieder entspannt auf meinem Bauch liege, verlässt mich mein Herr und nimmt seinen gewohnten Platz ein. Ich höre, wie er nach seiner Peitsche greift und kann mich mental auf das was kommt vorbereiten. Der nächste Schlag trifft mich nicht überraschend. Ich hatte ihn erwartet, kann den süßen Schmerz genießen, den er mir bringt. Immer und immer wieder knallt seine Peitsche nun auf meiner Rückseite und ich kann mich endlich hingeben. Nach und nach bearbeitet mein Herr meine gesamte Rückseite. Arbeitet sich von meinem Po zu meinen Oberschenkeln und wieder zurück. Irgendwann landet seine Peitsche auf meiner Schulter. Ich freue mich darüber, habe mir schon länger erhofft, dass er mich dort schlägt. Gänsehaut breitet sich auf mir aus. Mit jedem Schlag sinke ich tiefer in meinen Subspace.

Inzwischen kann ich die Anstrengung meines Herren hören. Er atmet synchron mit jedem Peitschenschlag. Meine Atmung wird immer ruhiger und tiefer. Ich lasse mich treiben, mich forttragen von dem ständigen Schmerz auf meinem Körper. Immer wieder trifft er mich, mal rechts, mal links auf den Schultern. Dann wechselt er wieder zu meinem Po. Meine Rückseite steht in Flammen, muss eine solche Wärme abstrahlen, dass ich mir sicher, bin, dass er sie fühlen kann.

Die Hand meines Herren reißt mich aus meiner dunklen Welt. Vorsichtig streichelt er über meine heiße Haut, holt mich zurück. Plötzlich merke ich wie unbequem meine Position ist. Meine Füße tun weh. Meine Knie schmerzen. Langsam zieht mich mein Herr nach oben und drückt mich an sich. Er hält mir eine Flasche Apfelschorle an den Mund und befiehlt mir zu trinken. Meine Hände zittern, meine Augen sind auf ihn gerichtet, doch blicke ich durch ihn hindurch, erkenne sein Gesicht nicht richtig.

Mein Herr gibt mir noch etwas Zeit, um mich zu sammeln, bevor er sich meine Leine um die Hand wickelt. Er zieht mich zurück in den Barbereich und ich nehme ohne zu Denken zu seinen Füßen Platz. Das ist mein Ort. Hier gehöre ich hin. Ich lege meinen Kopf in seinen Schoß und lasse mir von ihm den Rücken streicheln. Meine Umgebung nehme ich nicht wahr. Mache mir keine Gedanken darüber, wie es aussieht. Ich, ohne Unterwäsche, kniend vor meinem Herrn.

So bleiben wir einige Zeit. Langsam kühlt sich mein Körper wieder ab. Klare Gedanken beginnen sich zu formen und ich hebe meinen Kopf aus dem Schoss meines Herren. Er hat die Augen geschlossen und sieht tiefenentspannt aus. Seine Mundwinkel sind leicht angehoben und sein Gesicht bekommt dadurch ein sanftes Lächeln. Er schlägt die Augen auf, als ich sanft seine Wange streichele.

„Bereit für eine zweite Runde, meine Kleine?“

„Ja, mein Herr“ antworte ich und stehe auf. Auch jetzt geht er voraus. Führt mich in ein Zimmer, welches wie ein ärztlicher Behandlungsraum eingerichtet ist. Mit dem Kopf verweist er auf den Gynstuhl.

„Nimm Platz, meine Kleine!“

Ich zögere, weiß nicht, ob ich dafür bereit bin. Schließlich wird es Zuschauer geben. Will ich meine Mitte so vielen fremden Menschen präsentieren?

„Sofort!“

Ich gehorche und klettere auf den Stuhl. Ich rutsche so weit nach unten, dass er vollen Zugriff auf mich hat. Im Raum finden sich Zuschauer ein. Ich schließe die Augen und probiere es auszublenden.

Mein Herr beginnt mich zu massieren, meine, bis eben noch verkrampften, Hände entspannen sich langsam und ich kann mich fallen lassen. Er weiß was er tut und jede Berührung fühlt sich so wunderbar an, dass ich wünschte ich könnte schnurren. Er beginnt mich zu fingern, versenkt erst einen, dann zwei und später auch drei seiner Finger in mir. Ich öffne meine Augen und blicke unseren Zaungast direkt an. Er ist bekleidet, lässt seine Hand aber in seiner Hose verschwinden und berührt sich. Ich nehme ihn war, kann den Eindruck aber nicht verarbeiten. Ich will nicht darüber nachdenken was er da tut und schließe die Augen wieder. Mein Herr ist inzwischen voll dabei und hat sich meine vorher geäußerten Wünsche zu Herzen genommen. Er beginnt recht ruppig über meine Klitoris zu rubbeln. Minutenlang tut er nichts anderes während ich mich auf dem Stuhl hin und her winde. Es ist intensiv, so intensiv, dass ich nicht weiß, wohin mit mir. Ich wünschte mir, dass er mir erlaubt hätte den Magic Wand einzupacken, aber das hat er nicht. Er bringt mich fast zum Orgasmus, aber ich kann mich nicht gehen lassen, solange uns jemand zuschaut. Ich ziehe mich von meinem Herren zurück, rutsche auf dem Stuhl nach oben, so dass er aufhören muss. Mein Herr versteht und lässt von mir ab. Er steht auf und drückt mich an sich. Hilft mir mich vom Stuhl zu erheben. Er putzt den Stuhl ab und zieht mich dann an der Leine in den Barbereich zurück. Wieder kuscheln wir. Ich krabbele fast in seinen Schoß und möchte ihn nicht mehr verlassen. Mein Herr erkennt meine innere Zerrissenheit und zieht mich zu sich hoch auf die Couch. Ich darf neben ihm sitzen und mit ihm kuscheln.

Die letzten zwei Stunden haben mich verwirrt. Ich probiere das, was wir getan haben in Einklang mit mir zu bringen. Ich dachte es würde etwas mit mir machen, wenn wir vor anderen spielen, wenn ich mich nackt präsentiere und mir andere beim Spielen zusehen, aber irgendwie hat es nichts getan, außer dass es mir die Leichtigkeit genommen hat. Ich habe viel mehr darüber nachgedacht wie mein Verhalten auf andere wirkt und mich davon auch beeinflussen lassen.

Später haben wir einem anderen Paar zugesehen und die Sub war sehr laut als sie gepeitscht wurde. Sie war wunderschön, aber die Lautäußerungen haben den erotischen Anblick für mich regelrecht zunichte gemacht. Auch einen Dreier konnten wir beobachten, die schwangere Frau war beteiligt und wieder machen sich Gedanken in meinem Kopf breit, dass das so nicht sein sollte. Dieser ganze Ort ist nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Es ist nicht ich und das belastet mich. Ich dachte BDSM gehört zu mir und meinem Leben, aber das was ich hier sehe, ist sehr entfernt von dem was ich praktiziere. Aber BDSM ist facettenreich und ich werde nie alle Kinks haben, die auf solchen Partys präsent sind.

Es war ein erster Einblick in eine mir noch unbekannte Welt und wir werden sehen, ob und wann wir das wiederholen können.

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